tm_18 – Thomas Mandl, Vorsitzender

Merkur vom 19.8.18

Prinzipiell halte ich es für richtig und wichtig, wenn junge Menschen sich aktiv in die Politik einbringen wollen. In diesem Falle halte ich aber eine Nachjustierung für geboten.

  1. Die bewusste Anlehnung des Namens an den Pfarrverband provoziert die Frage nach dem Selbstverständnis der jungen PolitikerInnen. Die JU als politischer Arm des Monsignore? Eine christliche Erdoganisierung der Kommunalpolitik? Sind Kreuzzüge im Tal geplant? Soll das durch Söder und Co. zerrüttete Verhältnis Kirche – CSU wieder gekittet werden? Die Aussagen der jungen PolitikerInnen zur Migration decken sich aber absolut nicht mit denen des Papstes.
  1. Die geäußerte Einschätzung, wie wären von „links-grüner Politik diktiert“, lässt an den Realitätssinn zweifeln. Vielleicht sollte man den Jungs und Mädels sagen, dass in Deutschland seit einem guten Jahrzehnt ausschließlich konservative Innenminister die Politik verantworten. Aktuell ist es der ehemalige bayerische Ministerpräsident und „Wunschkanzler“ Seehofer, der eine stramm schwarzblaue Politik fährt. In Bayern regiert übrigens seit 5 Jahrzehnten die eigene Partei. Anscheinend nicht mitbekommen.
  1. An die Mutterpartei ist auch der Widerstand gegen die geplante Nutzung des Bastenhaus als Unterkunft für Geflüchtete zu adressieren. Der Landkreis agiert hier nur als Mittler. Verantwortlich ist die Regierung von Oberbayern, m.a.W. die CSU.
  1. Falls tatsächlich 60 Geflüchtete in das Bastenhaus einziehen, dann wären das ca. 1,5% der Bevölkerung in Tegernsee und ca. 0,25% der Bevölkerung im Tal inkl. Kreuth. Eine solche Überfremdung macht den Kampf um das Bastenhaus wohl unausweichlich. Es bleibt zu hoffen, dass die neue JU wirklich wichtige Themenfelder entdeckt.
  1. Die harsche Positionierung bei der Migrationsfrage, sprich die Übernahme von ultrarechten Positionen, verblüfft. Die Namen Maximilian Wieczorek, Juliana Iosif, Simeon Stalev und Szymon Tupta beweisen deutlich deren Migrationshintergrund. Womit wieder der alte Satz bewiesen wäre:
    Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.

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